Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung der Siedlung “Haderun” (von Hart = Wald) stammt aus den Jahren 1065 oder 1075. Die religiöse Betreuung Groß- und Kleinhaderns erfolgte anfänglich von der Pfarrei Gräfelfing aus, wo schon um das Jahr 800 eine Kirche stand. Gräfelfing ist auch nachweislich im 13. Jahrhundert schon eigenständige Pfarrei gewesen. Im Jahre 1256 wird auch das Vorhandensein einer Kirche in Hadern (Filialkirche der Pfarrei Gräfelfing) urkundlich bezeugt. Um 1500 wurde sie durch die spätgotische Kirche St. Peter ersetzt. Um 1700 erfolgte eine Barockisierung des Innenraums und des Turmes. Heute noch erhalten sind die spätgotischen und frühbarocken Plastiken des St. Petrus, St. Paulus, der hl. Katharina und der hl. Maria. Der in den 1960er Jahren neu gestaltete Innenraum stellt sich dar in eigenartigem Kontrast zwischen den hochbarocken Chorstukkaturen und den modernen bunten Glasfenstern.

Im Jahre 1920 wurde Großhadern Pfarrei, erster Pfarrer war Michael Batzer. Nachdem die Zahl der Gläubigen der Gemeinde immer mehr zunahm, plante man zunächst eine Vergrößerung der alten Peterskirche. Doch infolge der Schenkung eines Ackers begann man mitten in der Inflation ab 1923 mit der Planung für den Neubau einer Pfarrkirche in Großhadern, deren Grundstein schließlich am 5. Juli 1925 gelegt werden konnte.
Diese neue Pfarrkirche wurde bereits am Schutzengelfest, dem 29. August 1926, von Kardinal Michael v. Faulhaber als erste neu erbaute Pfarrkirche in Deutschland dem ein Jahr zuvor heilig gesprochenen Petrus Canisius geweiht. Der Architekt Professor Franz Rank (* 1870, † 1949) errichtete einen beachtlichen monumentalen Basilikalbau im Stil des Neubarock und des Jugendstils.